| | Wintersemester
2004 |
| Colloquium
| Worte & Laufbilder | Humboldt
Universität | Freie Universität
|
BÜRO
MUSKAUER STRASSE 30
menschen
formen. Colloquium (Fortsetzung)
Mi., 18-20 Uhr, wöchentlich
Vortragsreihe
"Was heißt Denken heute?" (14tägig im Rahmen des Colloquiums)
20.10.04 Ulas Aktas: Was heißt Denken? Martin Heideggers
Version
27.10.04 - mf-Colloquium -
03.11.04 Bernd Ternes: Denken als ob Denken Hans Vaihinger
10.11.04 - mf-Colloquium -
17.11.04 Martin Schmücker: Was denkt da eigentlich? Gehirn,
Kybernetik, Bateson
24.11.04 - mf-Colloquium -
01.12.04 Stefanie Stallschus: Bild-Denken Bewußtsein der Dinge,
Medien
08.12.04 - mf-Colloquium -
15.12.04 Davor Löffler: Into the sun Denken nach der Erde
--- (Weihnachten/Neujahr) ---
05.01.05 Michael Over: Was heißt Nichts denken? Nihilismus
12.01.05 - mf-Colloquium -
19.01.05 Dana Jestel: Denken und Ethik Hösle, Apel
26.01.05 - mf-Colloquium -
02.02.05 Timo Linke: N.N.
09.02.05 - mf-Colloquium -
16.02.05 Hans Peter Weber: SINGEN Denken - reine Geschmackssache
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Worte
& Laufbilder
In lockerer Folge sind im Büro Muskauer Straße 30 Abende
zu kinematographischen Themen geplant, wenn möglich mit Videobeamer
und Leinwand.
Freitag,
den 26.11., 20 Uhr

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Samstag,
den 27.11., 20 Uhr

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Herbert
Neidhöfer zu Jean-Luc Godard
"Das schwerste beim Film ist, die Büchsen
zu tragen."
Gilles Deleuze schreibt im zweiten Band seines Kinobuchs:
„Als ob uns das Kino sagen würde: mit mir, dem Bewegungs-Bild,
können Sie dem Schock nicht entkommen, der in Ihnen den
Denker erwachen läßt“ ; und weiter unten: „Es
trifft sicher zu, daß sich der schlechte – und manchmal
auch der gute – Film entweder mit einem Traumzustand begnügt,
der beim Zuschauer hervorgerufen wird, oder auch, wie oft analysiert
wurde, mit einer imaginären Partizipation. Aber das Wesen
des Kinos, das nicht die Allgemeinheit der Filme ist, hat als
oberstes Ziel das Denken und nichts anderes als das Denken und
seine Funktionsweise.“ Es geht also, verhandelt man Kino
als Kunst weder um Unbewußtes oder Poetisches, noch um
Identifikation, noch um jene Deutungen, die Bilder als Metaphern
deklarieren, von denen man glaubt, man könnte ihnen einfach
mit anderen Metaphern begegnen, es geht um Reflexion. Und bei
der Reflexion qua Kunst ist man seinem Gegenstand verpflichtet.
Es geht also um das Sehen: „Er [der Film] erlaubt einem
nämlich, nicht zu wissen, aber zu sehen, um dann im Nachhinein
vielleicht zu wissen.“ Baudelaires von Godard des öfteren
zitierter Imperativ „Dites, qu’aves-vous vu?”
wäre also die Voraussetzung jeder Verhandlung der Rezeption. |
Stefanie
Stallschus zu Michael Snow
Modulation der Aufmerksamkeit
Text folgt |
Film:
Nouvelle Vague (CH / F 1990)

|
Film:
Presents (CAN 1981)

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HUMBOLDT-UNIVERSITÄT,
KULTURWISSENSCHAFTLICHES SEMINAR
LV 53335,
Blöcke, ab 29.10., 18-22 Uhr
Zwischen Industriekultur und Kulturindustrie: Neue Techniken der
Kultur, neue Kulturtechniken der Gesellschaft
Es geht in diesem Blockseminar um die dezidiert soziologische Analyse
der industriellen und kulturellen Grundlagen und Aussichten einer
technogenen Nähe. Ziel ist das Konturieren einer neuen Komposition
von Technik, Kultur und Gesellschaft im Blick auf die erwartbaren
neuen Integrations- und Exklusionszüge kommender sozialer Vergesellschaftung.
Näheres unter: http://userpage.fu-berlin.de/~miles/technai.htm
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FU BERLIN,
INSTITUT FÜR SOZIOLOGIE
Andreas
Hellmann / Michael Over
HS Subjektlose Gesellschaft (Niklas Luhmann) versus transklassische
Subjektivität (Gotthard Günther) Teil 1
Beginn Mittwoch, 20.10.2004, 16-18 Uhr, wöchentlich, OEI, R.302a
Im Seminar
sollen die gegensätzlichen Positionen einer subjektlosen Gesellschaft
(Luhmann, Fuchs) einerseits und solcher Positionen andererseits
diskutiert werden, die – gegen das Aufklärungssubjekt
– auf neue Formen von Subjektivität setzen, und auf ihre
Relevanz hinsichtlich gesellschaftlicher Entwicklungen im 21.Jahrhundert
hin untersucht werden. Letztere Position soll herausgearbeitet durch
die Diskussion von Arbeiten Gotthard Günthers, M. Foucaults
und G. Deleuzes.- Es sollen die entscheidenden Theoriebausteine
herausgearbeitet werden, die den Luhmannschen Ansatzes einer subjektlosen
Gesellschaft begründen - dies im Zusammenhang zentraler Kategorien
der Luhmannschen Theorie: Differenz, funktionelle Ausdifferenzierung,
Autopoiesis, Weltgesellschaft und Inklusion/Exklusion. Anhand von
Luhmann und Peter Fuchs soll u.a. auch die systemtheoretische Sichtweise
des Bewusstseins als Umwelt der Kommunikation erörtert werden.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit Gotthard Günther
steht die Kritik Günthers an der klassischen Metaphysik (einwertige
Ontologie und zweiwertige Logik des tertium non datur) und der von
Günther anvisierte Übergang zu einer transklassischen
Ontologie (zweiwertige Ontologie und eine mindestens dreiwertige
Logik), durch die nach dem vermeintlichen Stillstand des Posthistoire
neue zukünftige individuelle und gesellschaftliche Handlungsspielräume
erschlossen werden können. Als Fortsetzung ist im SoSe 2005
ein Lektürekurs schwerpunktmäßig zu G.Günthers
„Idee und Grundriß einer nicht-aristotelischen Logik“
geplant.
Literatur
Luhmann, Niklas, Soziale Systeme, Frankfurt/M., 1984
ders., Die Gesellschaft der Gesellschaft Bd.1 u. 2, Frankfurt/M.,
1998
ders., Die Tücke des Subjekts und die Frage nach den Menschen,
in: Fuchs, Peter, Göbel, Andreas (Hrsg.), Der Mensch –
das Medium der Gesellschaft?, Frankfurt/M., 1984
Fuchs, Peter, Der Mensch – das Medium der Gesellschaft?, in:
Fuchs, P., Göbel, A. (Hrsg.), Der Mensch – das Medium
der Gesellschaft?, Frankfurt/M., 1994
Günther, Gotthard, Beiträge zur Grundlegung einer operationsfähigen
Dialektik Bd. 1-3, Hamburg, 1976-80
ders., Idee und Grundriß einer nicht-aristotelischen Logik,
Hamburg, 1978
ders., Das Bewußtsein der Maschinen, Baden-Baden, 1963
Foucault, Michel, Sexualität und Wahrheit I, Frankfurt/M.,
1983
Deleuze, G./Guattari, F., Tausend Plateaus, Berlin, 1992
Sloterdijk, Peter, Sphären 3. Schäume, Frankfurt/M., 2004
Negri, Antonio, Hardt, Michael, Multutude, Frankfurt/M., 2004 |