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Freitag,
den 30. Januar 2004
Konferenz EXPERIMENTELLE KULTUR
Institut, Garystraße 55, Raum 302b (gegenüber dem Kamper-Büro),
ab 16 Uhr
In der unmittelbaren
Vergangenheit wurde das Denken zu den kulturellen und zivilisatorischen
Umwandlungen der Modernen Gesellschaft und ihrer HumanFormen hineichend
entwickelt. Gegenüber der verblassenden "Historischen Anthropologie"
zeichnet sich die posthistorisch zeitgenössische Chaosmatische Anthropologie
dadurch aus, daß sie positiv und pragmatisch auf die anstehenden
Verläufe der Humanisation einzuwirken gedenkt.
Die Zeit des
expliziten Experiments einer erneuten Kulturisation des Zivilisationsprozesses
ist gekommen. Die Pragmatik zieht es in die Phase ihrer Anwendung.
Die ,nukleare' Kulturanthropologie ist selbst von einer im geschichtlichen
Horizont stehenden Praxis herausgefordert worden, und wir treten
nunmehr in die Phase ihrer Realisation ein.
Kulturanthropologisch
bedeutet 'Praxis' die Initiation und Installation entwicklungsgeschichtlich
opportuner Kulturtechniken und Lebensformen. Die lebenspositiven
Kulturtechniken des posthistoire werden Formen eines 'Cultural Engineering'
sein, das die Formen einer kultural bestimmten 'Ökologisierung'
der Humanisation nach sich zieht. Anders als in der eskapistischen
und voluntaristischen 'Geschichte' können posthistorisch nun die
opportunen Komponenten von ökologisierter Kultur und Zivilisation
laborhaft experimentiert, simuliert und ansatzweise entwickelt werden
[Keim-Anlagen, 'Feld'-Versuche].
Gründerzeit:
Die Zeit ist reif zum Betrieb eines entsprechenden Laboratoriums
für die Entwicklung angemessener Kulturtechniken. Die Vektoren für
solche Initiativen sind mit folgenden Topoi schon grob ausgelegt:
- Cultural
Engineering
- Chaosmatische
Anthropologie
- Technogene
Nähe
- Neue Indigenität
(vs. 'Übermensch'-Projekt) [1].
Die Experimentalphase
kann beginnen. Sie sollte sich ordnen/organisieren in:
- einem LABORATORIUM
für Cultural Engineering
- einem (Interdiszplinierten!)
ZENTRUM für Kulturelle Experimentation / Experimentale Anthropologie.
[2]
Die avisierte
Konferenz will alle Interessierten zu einem brain storming zusammenführen,
das sich explizit auf die praktischen Fragen der Gründung von LABOR
und ZENTRUM richtet. Alle Beiträge zum Hinweis auf Chancen zur Realisation
dieses Projekts in der gegenwärtigen Kultur- und Wissenschaftslandschaft
sind willkommen.
you are welcome
Die Veranstalter
[1] Siehe dazu
etwa:
Gregory Bateson,
Ecology of Mind [ Ökologie des Geistes, Frankfurt 1985]
Hans Peter Weber, Menschen, Kräfte,
Sensationen
ders, Media Release Media. Eine Programmvorschau. Road Map. [Typoskript]
Bernd Ternes, Exzentrische Paradoxie, Marburg 2003
[2] Keine Angst
vor einem 'Zentrum', - so es denn kein Zentrum ist, das beherrschend
ausstrahlt, sondern ein 'leeres Zentrum', auf dessen Viabilität
alle Bewegungen zulaufen!
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