menschen formen
Materialien zu einer Kulturanthropologie neuen Zuschnitts

| home | über menschenformen | aktuelles | termine | projekte |
| eigene texte | publikationen | bibliothek |
| diskutierte texte | protokolle | archiv | verweise | kontakt |

Bernd Ternes
Marginalien exzentrischer Paradoxie - Exposition

"Es sollte beachtet werden, daß es in diesem Text nirgendwo einen einzigen Satz gibt, welcher besagt was oder wie irgendetwas ist"
George Spencer Brown, Die Gesetze der Form, dt., Lübeck 1997, pX

"Auch wenn wir zu ganz vielen schreien würden, alle zusammen, würden wir keinen universellen Schrei erzeugen, der in der Lage wäre, sich Gehör zu verschaffen bei dieser somnambulen Menschheit, die sich selbst zu Scheiterhaufen bestimmt. Wir schreien im Traum"
Guido Ceronetti, Das Schweigen des Körpers, dt., FFM 1983, p188

"Welcherart könnte wohl eine Erkenntnis sein, die nicht auf die Öffnung zur Welt und zur Wahrheit bezogen wäre, sondern einzig auf das Leben und sein Umherirren? Und wie ein Subjekt einzig vom Irrtum her denken?"
Giorgio Agamben, Bartleby oder die Kontingenz (gefolgt von) Die absolute Immanenz, dt., Berlin 1998, p81

Einsatz

Daß George Spencer Brown den oben zitierten Satz mit einer Art Selbstkompliment verbindet, verwundert nicht – vertraut er doch der und versteht Mathematik als einen Weg, "immer weniger über immer mehr zu sagen. Ein mathematischer Text ist somit nicht Selbstzweck, sondern ein Schlüssel zu einer Welt jenseits des Umfangs gewöhnlicher Beschreibung" (a.a.O., pXXXV).
Und ungewöhnliche Beschreibungen muß Spencer Brown auch anfertigen (es sind denn auch eigentlich Anweisungen und Befehle, die er entwickelt), ist er doch auf der Suche nach den Gesetzen der Formenbildung und -relationierung, die für alle möglichen Universen dieselben sind. Dabei, so Spencer Brown, geht nichts anderes vor sich denn dies: "’Wir’ erzeugen eine Existenz, indem wir die Elemente einer dreifachen Identität auseinandernehmen. Die Existenz erlischt, wenn wir sie wieder zusammenfügen. [..] wir können kein Ding produzieren, ohne Koproduktion dessen, was es nicht ist, und jede Dualität impliziert Triplizität: Was das Ding ist, was es nicht ist, und die Grenze dazwischen" (a.a.O., pXVIII). Spencer Brown hat sich hier für das Nichterlöschen (eines Nicht-Seins) entschieden und stellt durch seine tiefe Versenkung der sich ergebenden konstruierten nichtgegebenen Weltexistenz in die Form des bezeichnenden und unterscheidenden Weltkontaktes auch klar, daß es anders gar nicht gehen kann: "Either you can see an appearent universe by being selectively blind, or you can see it all equally in which case it must disappear and so must you. Since both in reality are equally possible, but not more than possible (the laws of form are not more than the laws of the possible), there is really nothing to choose between them" (a.a.O., p196) [1].
Daß man also zwei Zustände definieren muß, um irgendetwas zu kennzeichnen, und daß man drei Elemente erschaffen muß, um diese zwei Zustände definieren zu können; und daß nichts davon existiert im Sinne einer beobachterunabhängigen Realität: All das läßt die Spencer Brown’sche ‚Konzeption’ wie eine ‚epistemisch’ totalausgeweitete Fassung des Konzepts "Bezeichnetes/ Bezeichnendes/ Zeichen" erscheinen, eingepasst in den Motorteil eines Sinnbegriffs, der das aktual Mögliche und Passierende immer innerhalb des potentiell Möglichen und Passierenden fasst. Sollte es einmal anders sein, so Spencer Brown, also so, daß eine Erfahrung im ersten gleichzeitig schon auch beim zweiten, in zweien gleichzeitig schon auch beim dritten, in dreien gleichzeitig schon beim vierten ‚ist’ usw., also im aktualen Passieren gleichzeitig auch schon im potentiellen sich aufhält, oder so, daß die Verwendung eines Zeichens zur Bezeichnung eines Bezeichneten uno actu diese Unterscheidungen aufhebt durch die Verwendung selbst: Sollte es also einmal so oder (so) anders sein, dann spreche man vom Tod. – Aber von welchem?
Spencer Brown, um damit diesen Einsatz ab- und anzuschließen, versteht also unter Todeserfahrung, beide Seiten jeder Unterscheidung gleich(zeitig) zu sehen. "Dies ist definitionsgemäß absolutes Wissen oder Allwissenheit, mathematisch unmöglich, außer gleichgesetzt mit keinerlei Wissen überhaupt" (a.a.O., p191). Diese ‚Erfahrung’ setze dann ein, wenn die Beschränktheit unserer Sinne, wenn unser Einschluß in die Körperlichkeit zuletzt ganz verloren gehe (ebenda). Doch gerade die Körperlichkeit ist es, die Verbindung hält zum Wunsch nach Unsterblichkeit. Denn: "Indem wir unsere physischen Körper schützen, schützen wir in identischer Weise das Universum, welches jeder von ihnen erschafft. Unser Wunsch nach Unsterblichkeit ist ein Wunsch, daß sich dieses Universum niemals verändern möge [..]" (ebenda). [2] Spencer Brown wünscht sich keine Unsterblichkeit, entfaltet diesen Wunsch jedoch nicht von der Körperseite her, sondern von der des Wissens ("selective blindness"). Der Wunsch nach totalem Wissen im oben beschriebenen Sinne entspringe zwar dem Wunsch nach körperlicher Unversehrtheit/ Unveränderlichkeit; doch wenn man vom Wissen her entdecken kann, daß das "Wissen über nichts, welches eines ist, das das Wissen über die Form entdeckt" (ebenda), das Potential ist für alle weitere Existenz, dann kann man zumindest wissen, daß es nicht wünschenswert, nicht möglich, daß es unmöglich ist, der Unsterblichkeit näher zu kommen – es sei denn, man hat Einlaß gefunden ins Jetzt: denn jetzt ist immer, auf immer und ewig.
Dieser kurz skizzierte Einsichtsrahmen steht nun nicht einer mathematischen Verkörperung allein zur Verfügung. Mit ihm lassen sich viele theoretische Rekonstruktionen des ‚Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?’–Satzes ausmachen. Eine der zur Zeit instruktivsten dürfte von Vilém Flusser stammen; sie ist projektiv, und das heißt: auf Information als Verkörperungsmedium hin orientiert. [3] Eine andere, Flussers Konzept aufnehmende und strukturierende theoretische Fassung, die von Dietmar Kamper, ist eher retrospektiv, und das heißt: auf Information als Entkörperungsform hin orientiert. Sie setzt sich zum Ziel, den Preis, das Leid, die Zerstörungen aufzuweisen, die sich durch operationalisierte Unsterblichkeitsapproximation ergeben haben. [4]
Nach meinem Dafürhalten wäre es hilfreich, die hier angedeutete Opposition zweier theoretischer ‚Weltanschauungen’ nicht zu verlängern, um exzentrischer Paradoxie auf die Spur zu kommen. Es ist freilich nicht zu leugnen, daß die wissenschaftshistorisch erfolgreichen Spaltungen – hier logikorientierte, dort leidorientierte Wissenschaft; hier an theoretical problems orientierte, dort an social problems orientierte Wissenschaft; hier an Abstraktion orientierte, dort an Diakonie orientierte Wissenschaft – weiterhin ihr Genügen finden in einer Welt, die trotz aller Rhetorik immer noch maßgebend Opfer und Täter produziert. Und freilich ist nicht zu übersehen, daß – tiefer in die europäische Denkgeschichte gehend – das, was Moderne heißt, fundamental aufruht auf einer Trennung von Kultur und Natur, einer Trennung von Geschichtlichkeit und Geschichtslosigkeit, von Subjekt und Objekt. [5] Wie also könnte die Spaltung gespalten, ausgefällt werden, nachdem historische Kritik (Marxismus), kritische Theorie und Feminismus auf der negativen Seite (Subjekt) sowie systemischer Idealismus (Luhmannismus), Empirismus (Pragmatismus) und Naturalismus (Metabiologie) auf der positiven Seite (Objekt) weder für Entdinglichung noch für Verdinglichung klare Unterschiede mehr setzen können? [6] Fürs erste vielleicht und weit vor dem zu erörternden Begriff exzentrische Paradoxie mit einer anderen Unterscheidung, die sich noch ums Werkzeug kümmert; und, fürs zweite erste, mit einem Lesehinweis [7].

Theoretisieren unter Verdacht

Eine mögliche Unterteilung von Texten in solche, die kompliziert sind, sich dennoch einfach zur Darstellung bringen [8], die also ihre Mühe, ihre Unvernunft, ihre Zufälligkeit und ihre Selbstzweifel quasi im professionellen Handhaben verklappen, und in solche Texte, die einer Offenlegung der sie antreibenden Theorie folgen, kann plausibel von einer weiteren Unterscheidung konkurrenziert werden, nämlich der von Texten, die entweder sich oder die über etwas sich aussagen. Gemeinhin angebracht ist diese Unterscheidung auf der Ebene von Textgattungen, etwa der Philosophie und der Literatur. Literarische Texte haben meistens auch ein "Etwas", doch sind sie literarische Texte deswegen, weil sie sich aussagen: Der Focus Wahrheit ist hier fehl am Platze, er wird durch Wahrhaftigkeit (Stilsicherheit, Unterhaltungswert, Schönheit der Zerrissenheit usw.) des Textes ersetzt. Anders bei philosophischen resp. wissenschaftlichen Texten: Sie gelten, wollen sie als solche Texte gelten, als einfache Transmissionsbänder, einzig da, um der Approximation des Textredens an das in Rede stehende Etwas die Eine-Richtung-Bewegung zu gewährleisten, die Richtung zur Wahrheit hin. [9]
Man kann davon ausgehen, daß sich die "Gattungsunterscheidung" auch innerhalb wissenschaftlicher Texte wiederholt, leicht variiert zwar, doch in der Geltungsdimension unverändert. Die hierfür gewöhnlich angewandte Unterscheidung ist die zwischen theoretischen und metatheoretischen Texten. Theoretische Texte bekommen, betrachtet aus metatheoretischer Perspektive, den Status von Texten, die sich aussagen (wie immer auch diese Sichtweise gekoppelt ist an wissenschaftstheoretische Kriterien), ob sie das wollen oder nicht, während metatheoretische Texte – und das ist das Entscheidende – nicht die Geltungsdimension Wahrheit aufrechterhalten (exponiert an dem "Etwas" namens Theorie), sondern selbst zu etwas zutiefst Literarischem werden, zu einer eigentlichen Form der Poesie, einer – wegen mir – kalten Poesie, die sich nicht mehr interpretativ erkenntnistheoretisch daran messen lassen kann, was sie über Theorien und theoretische Texte aussagt, sondern nur noch daran, wie sie im Gefängnis des "Meta" sich selbst ausspricht bzw. sich vorm Ersticken bewahrt. Metatheorie versucht nicht mehr, die Mitteilung durch die Theorie zu informieren; und auch nicht mehr, die Information durch die Theorie mitzuteilen. Sie versucht das Paradox, in gegenwartsbefreiten Zeichen gegenwartsbefreite Zeichen so zu vergegenwärtigen, daß sich die Unmöglichkeit von Gegenwart vergegenwärtigt. Metatheoretische Texte benutzen Wissenschaftlichkeit so, wie poetische Texte die Alltagsschriftsprache benutzen: Es geht beiden Textsorten nicht mehr darum, etwas darzustellen oder auszudrücken, sondern tatsächlich darum, die Unmöglichkeit und Inadäquanz des Darstellens und Ausdrückens selbst zu Gestalt zu bringen; beide sind in hohen Graden strikt selbstbezüglich, aber selbstbezüglich aus Verlegenheit, nicht aus einer "Drift" der soziokommunikativen Evolution heraus. Die Verlegenheit besteht darin, daß sich beide Sorten strukturell mit Überdosen an Heterogenität/ Abstraktion/ Komplexität von Welt versorgen und trotzdem nicht auf das Wahrnehmen ausweichen, das ja im Ensemble Empfinden/ Wahrnehmen/ Denken die größten Aufnahmekapazitäten für die Relationen von Weltwirklichkeit sein eigen nennt [10]. Die Verlegenheit ist also, an einem Punkt angekommen zu sein, an dem man schweigen müßte, es aber nicht kann, an dem man sprechen wollte, es aber auch nicht mehr kann, und nun auf die Suche geht nach einem Nichtschweigen, das kein Sprechen, und nach einem Nichtsprechen, das kein Schweigen ist. [11]

Die 'gesellschaftspolitische' Korrespondenz

Daß Theoretisieren, zumindest ein bestimmtes Theoretisieren, unter Verdacht steht; daß Verlegenheiten der Analyse auftauchen, die für manche Sachverhalte die Auflösung derselben als adäquates Ergebnis des Produkts der Analyse ausweisen [12]: das kommt nicht von ungefähr. Man mag das Verhältnis von Denken und Sein als Verhältnis zwischen Warenform und Denkform (Alfred Sohn-Rethel), als Verhältnis zwischen Basis und Überbau oder als Verhältnis zwischen Gesellschaftsstruktur und Semantik zu fassen suchen: Immer wird die genuin "ideengeschichtliche" Erklärung der Genese von Veränderungen innerhalb gesellschaftlich organisierter Zeichenproduktion gesperrt. – Womit korrespondiert also ‚gesellschaftspolitisch’ die hier gestellte Behauptung, mit dem Begriff exzentrische Paradoxie Wirklichkeit einzuholen, die sonst nicht mehr eingeholt, vermutlich gar nicht mehr vorgestellt werden könnte [13]?
Tanzen auf dem Vulkan: Wie lässt sich Gesellschaft noch soziologisch denken und ‚in’ Begriff bringen? Es ist eigenartig zu erleben, wie forciert Welt in den Dimensionen des Erwartens, des Handelns und Verhaltens sowie in der Dimension des Sich-auf-sie-Beziehens doppelseitig wird, um nicht zu sagen "Hydra"-Maße angenommen hat. [14] Nicht nur in der Attribution Ambivalenz entstehen Mehrfachmöglichkeiten: auch das, was noch eindeutig ist, wird auf eine meist unerhörte Art und Weise mehrdeutig eindeutig. Selbst der Ordnungsdienst Systemtheorie in der Luhmann-Edition, dem es zu verdanken ist, noch parzellierte Perzeption betreiben zu können, erscheint heute als melancholisches Unternehmen. Daß sich nämlich die Beziehungsmodi namens Selbstreferentialität, Leistung und Funktion klar auf die Beziehung eines Systems zu sich selbst, eines Systems zu einem anderen System, und eines Systems zur Gesellschaft abbilden oder zumindest hegemonial lokalisieren lassen, scheint dem dahinter befindlichen Eindruck geschuldet, ernstlich nicht mehr sagen zu können, was nicht mit im Spiel ist, wenn sich etwas als Ereignis oder als Struktur ereignet. Eigenartigerweise stellt sich aber ein "Alles geht" ebenfalls nicht ein. Es ist so, als verharren die möglichen Wirklichkeiten in den wirklichen Möglichkeiten blockiert, gehemmt, verlangsamt; und zwar wiederum in einer Realitätsdimension, die noch in der Mache und also beim besten Willen, Wissen und Geist nicht verstanden ist. [15] Und dennoch handelt es sich nicht um einen Benjaminschen Stillstand der Gesellschaftsgeschichte. Vielmehr tritt die Hyperplastizitätsform Gesellschaft ein in ein Stadium des Baukastenprinzips, vergleichbar den chemischen Elementen, die in Periodentafeln nur darauf warten, redosiert zu werden. Nimmt man den kleinen Zeitabschnitt 1970 bis 2000, um solcherart Krasismanie (‚Umbau’) zu identifizieren, kommt man wie selbstverständlich auf die kulturelle, theoretische und massenmediale Dimension der Postmoderne [16]. Sich demokratisch verstanden wissen wollende kapitalistische Gesellschaften sehen in dieser Krasis, also Mischung, neben der Rechtsstaatlichkeit den wesentlichen kulturellen Flankenschutz gegen Unfreiheit, Rassismus und Gleichheit (Gleichheit nannte man Sozialismus). Nach der nationalsozialistischen Vernichtungsorgie, die einen zivilisatorisch-barbarischen Neustart durch totale Vernichtung und Entmischung durchzusetzen schien, kam der in den Kommunikationsverhältnissen mischungsfreudige Kapitalismus gerade recht, um indirekt ex post den Nationalsozialismus als nicht aus bestimmten kapitalistischen Strukturereignissen und –notwendigkeiten heraus zu verstehenden Unfall zu (be)deuten. Allerdings sind bis heute zum Glück noch einige Stimmen wach geblieben, die den Nationalsozialismus als Sonderfall, nicht als Un- oder Ausfall des Kapitalismus sehen. – Heute also gilt mehr denn je ideologisch der modifizierte Spruch: ‚Wo gemischt wird, da laß’ Dich nieder; böse Menschen singen keine Lieder (auf den Multikulturalismus)’. [17] Man mixt semantisch, biographisch, politisch und unterhaltend, was das Zeug hält – eben weil klar ist, daß die basalen Codes dieser Gesellschaft rigide durch Ausschluß und nicht durch Mischung (Interpenetration) funktionieren [18] – und das wird tatsächlich gewußt, also auch kulturell eingeholt, wenngleich hier nur von einer zynischen Aufklärung gesprochen werden sollte. Denn es sind die Jäger, die sagen: ‚Besser ein Gejagter als ein Jäger’ (protestantische Massakergesellschaften).

Allerdings:

Das Material der Projektionen ist erschöpft. Nicht, weil nichts mehr da ist, das projektiert werden könnte, sondern weil keine Visionen mehr greifbar sind, die Projektionen aus ihrer traditionellen Verortung in zweidimensionalen Oberflächen herausreißen können. Diese beinahe totale Kappung der Korrespondenz von Projektion und Projekt im Erzählmodus vernünftiger Moderne führt mittlerweile auf seiten der Projektion zu grotesken Szenen: Bilder fallen übereinander her oder sich in die Arme, Körper fangen an zu stammeln; das Versatzstück mutiert zum Beweisstück letztmöglicher Originalität; das Kunstwerk ist die technische Reproduktion, ist seine Aufnahme ins Reproduktionsgefüge kulturindustrieller Fabriken; Genres und Gattungen, Codes und Regeln menschlicher Kultur- und Kunstausdrucksformen haben aufgehört, sich infragezustellen, aufgehört, sich in Fragen zu verwickeln, aufgehört, in Fragen zu sein, um die Regeln dessen zu erstellen, was gemacht worden sein wird. Sie haben aufgehört, das Nichtdarstellbare darzustellen, aufgehört zu entwirklichen, zu ent-, re- und zu dimensionieren, sie produzieren keine Differenz mehr, keine Möglichkeiten, keine Inhumanitäten; sie tauchen Worte in Metaphernlaugen, Bilder in Systemtheoriesäure; sie brechen zu Expeditionen auf, um im Urwald Sprache rezente Anthropologismen zu erkunden, mit deren Hilfe dann sprachkritisch rekonstruiert werden soll, wie man überhaupt einen Pfad durchs Sprachdickicht habe schlagen können.
Man vertauscht Roman und Comic, Architektur und Lebensstil, Wissenschaft und Mythologie, Logik und Kausalität, man vertauscht, ohne Austausch zu wollen, adaptiert, ohne anpassen zu müssen, erfindet, ohne etwas gefunden zu haben...kurz: Man hat das, was nicht ausgesprochen werden kann, was nicht projiziert werden kann, aus den Augen verloren, und damit gerade das, was unser Sprechen und Vorstellen ermöglicht: Denn das Unsagbare ist und bleibt nur nichtsagbar, solange sprachliche Versuche unternommen werden, es sagbar zu machen. Hört man auf, dies zu versuchen, versiegt Unsagbares in einem Wüstenmeer des Sagbaren, und das Sagbare in einem Universum des schon Gesagten; Gesagtes aber ist nicht mehr sagbar, es ist nur noch, und zwar beliebig re- oder dekonstruierbar.
Das Denken verliert eine seiner wichtigsten Quellen, es wird untätig und läßt zum Zeitvertreib seinen Verstand spielen, spielen mit all den sprachlichen und audiovisuellen Kreaturen und Texten, die er immer radikaler konserviert: Denn auf lange Sicht tut sich nirgends eine neue Quelle auf. Und so schlagen wir uns mit konservierten Projektionen herum, in der Kultur, der Literatur, im Film, der Malerei, den Geisteswissenschaften, sogar im Alltag und erst recht in der Politik; mixen Traditionen, Geschichte und Bedeutungen, naturalisieren attraktive Artefakte sozialtechnischen Seins zu Bausteinen einer neuen posthumanen Anthropologie, bei der noch unentschieden ist, ob die Anthropomorphisierung auf Dinge ausgeweitet werden soll oder nicht. [19]

– Es ist zu befürchten, daß beim "Mixen, was das Zeug hält" nicht sehr viel Zeug hält.
Es sind Veränderungen in der Komposition, im Arrangement, in der Syndosis gesellschaftlicher Ingredienzien des Verkehrs, der Verhältnisse der Re- und Produktion, der Beobachtung und der Gemüter im Gange, also Veränderungen, die beides zugleich sind: absolut einfach zu verstehen als auch absolut nicht zu verstehen.
Einfach zu verstehen sind die Entkopplungszüge, die Staat, Gesellschaft und Individuum in den bisher dominanten Attributionsebenen zu trennen beginnen; sie lassen sich mit nicht viel Mühe als Effekte der reellen Subsumption unters Kapital verstehen. Allerdings nicht mehr so, wie es in der neomarxistischen Theorietradition passierte, die noch aus den Funken, die die Soziokultur und die Psyche haben schlagen können im Akt der Kapitalkompatibilisierung, einen bestimmten kritischen Impetus bewahrten. Stellvertretend für diese Art Kritik kann auch hier wieder Guy Debords Blick auf den Kapitalismus herangezogen werden, der von einer dritten Position aus einer weltumspannenden Schize beiwohnt: "Die durch das Spektakel ausposaunte irreale Einheit ist die Maske der Klassenteilung, auf der die reale Einheit der kapitalistischen Produktionsweise beruht. Was die Produzenten verpflichtet, an dem Erbauen der Welt teilzunehmen, ist auch das, was sie davon ausschließt. Was die von ihren lokalen Schranken befreiten Menschen in Beziehung zueinander setzt, ist gleichzeitig das, was sie voneinander trennt. Was zur Vertiefung des Rationellen verpflichtet, ist gleichzeitig das, was das Irrationelle der hierarchischen Ausbeutung und der Repression nährt. Was die abstrakte Macht der Gesellschaft erzeugt, erzeugt auch ihre konkrete Unfreiheit." [20]
Nicht zu verstehen hingegen ist die neu auftauchende Polarität (oder doch noch Dialektik?) von einerseits gesellschaftsstrukturell härter werdenden Bedingungen der Existenzkonstituierung, -sicherung und -wahrung, und andererseits eines immer größer werdenden gesellschaftspraktischen Horizontes, der für die, die inkludiert sind, auf nie gekannte Weise eine richtiggehend asoziale Existenzform erlaubt (d.i. die Ausdifferenzierung der bürgerlichen Erfindung namens soziale Anonymität).
Einfach zu verstehen sind die machtpolitischen Wechsel in der Zuständigkeit, die Gesellschaft mit der fortgeschrittenen Produktivkraft elektronisch zu infrastrukturieren (als Zäsur und zugleich Fortsetzung der Elektrifizierung der Gesellschaft [21]), sowie die Wechsel in der Ausrichtung der sozioökonomischen Kernbereiche weg von der räumlichen Auto-Mobilität hin zur räumlichen Immobilität (Television, Telematik, Internet). Schwer bis gar nicht zu verstehen scheint hingegen das massenhafte Beibehalten gesellschaftsöffentlicher und gesellschaftspolitischer Rhetoriken, die immer noch so tun, als gäbe es eine Agora, auf der das Gesellschaftswesentliche nach demokratischen Prozeduren und mit rationaler Motivation verhandelt wird. [22]
Einfach zu verstehen sind die gegenstrebigen Entwicklungen von einerseits zunehmender Ethnifizierung, Kulturisierung und Ghettoisierung der bis dato dem de jure-Individuum-Staatsbürger subordinierten sozialen Adressabilität und andererseits zunehmender Suprematie der Menschenrechte gegenüber nationalstaatlich gesetztem Recht. [23] Schwer zu verstehen (für mich zumindest) sind dagegen beginnende Naturalisierungen der Gewalt des Setzens von Recht, die eine eigenartige Umstülpung des zutiefst konstruktiven Charakters der Mundanität von Welt zu bewerkstelligen scheinen. [24] – Das schwer zu Fassende ist nun, daß, sollte es auch so sein, wie Robert Kurz meint, daß nämlich der Kapitalismus kannibalisch geworden ist und am eigenen Fleisch zu fressen beginnt (d.i. die Wertverwertungsbedingungen), oder so sein, wie Peter Hacks meint, daß nämlich die imperialistische Gesellschaftsform sich in ihren Widersprüchen erdrosselt habe [25], dies sowenig zu zeitigen vermag wie das Geständnis von Patrick Bateman in der Filmversion [26] von Bret Easton Ellis‘ 1993 veröffentlichtem Roman "American Psycho", er habe 20 oder 40 Menschen brutal ermordet: Es macht keinen Unterschied (sein Anwalt hält das Bekenntnis für einen Scherz). Das Vermögen, zwischen Barbarei und Normalität, zwischen Leben und Tod zu unterscheiden, ist dahin. [27]
Das ist nicht so leicht dahingesagt, wie es vielleicht erscheint. Denn es meint sowohl den Verlust dieses Vermögens in der psychischen als auch in der sozialen Dimension [28] – Verlust gemessen an bestimmten, auch foucaultianisch betrachtet nicht hintergehbaren Ansprüchen einer Aufklärung, nicht gemessen an einen irgendartlich vormodernen Zustand menschlicher Gesellung. Vielleicht kann man in solch einer Situation tatsächlich nur noch zeigen, aufführen, erwähnen, darstellen, tanzen, musizieren, meditieren, töten, resignieren, Geschäfte machen oder lachen – aber nicht mehr verstehen (wollen). Vielleicht braucht man in der Tat "ver-rückte Ohren" (Dietmar Kamper), will man nicht auch noch den unsichtbaren Wänden aufsitzen.
Hier wird, dessen eingedenk, doch noch versucht, mit Begrifflichkeit zu begreifen/ gestikulieren; freilich mit einer, die nicht einmal mehr der negativen Theorie zu trauen imstande ist. (Und vielleicht ist jetzt schon erahnbar, daß mit solcherart Beschreibungen gesellschaftlicher Wirklichkeit der Begriff exzentrische Paradoxie nicht mehr viel zu tun hat mit dem Begriff Paradoxie, wie er im Epimenides-Paradox, in Russells Paradoxie oder in Grellings/ Nelsons Paradoxie sich entfaltet.) [29]

[...]

Endnoten

  1. Nach diesen letzten Sätzen des Buches folgen von Seite 198 bis Seite 200 drei leere Seiten mit der Kopfzeile: Anmerkungen des Lesers. – Gewiß ist das Folgende nicht einmal ein Versuch der Anmerkung zum Buch von Spencer Brown; dazu bin ich mathematisch zu unbegabt. Spencer Brown ist hier nur als eine theoretische Spitze, die in vielem nicht unterschritten werden sollte, angebracht worden, nicht als Rahmengeber einer sachähnlichen Ausführung.
  2. Dieser Wunsch, daß sich das Universum nicht verändere, könnte auch als etwas anderes denn als Unsterblichkeitsbegehren aufgefasst werden: siehe hierzu den Begriff conatus als Begehren, in seinem Sein zu beharren (Giorgio Agamben, Bartleby oder die..., a.a.O., p119f.).
  3. Derselbe, Vom Subjekt zum Projekt. Menschwerdung, FFM 1998, z.B. p18, p26: "In der Richtung zu immer ‚höherer’ Abstraktion, die wir bisher eingeschlagen haben, geht es nicht weiter."
  4. Derselbe, Ästhetik der Abwesenheit. Die Entfernung der Körper, München 1999, z.B. p10: "Wir sind nämlich buchstäblich bei ‚nichts’ angekommen, in der Nulldimension des numerischen Denkens. Das war ein weiter Weg. Wir müssen diesen Rückweg zurückgehen: bis in die Körperwelt, in der wir Körper von Körpern sein können."
  5. Siehe mit dem Gewicht auf die ‚Reinigung’ (Entmischung) von Dingen und Menschen als Ausweis der Moderne (und der damit einhergehenden Hybridproduktion und also der These, doch noch nicht den modernen Zustand erreicht zu haben) Bruno Latour, Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie, dt., Berlin 1995, z.B. p97.
  6. Dieses Abknicken von Möglichkeiten, weiterhin zu denken, ist in einer weit anspruchsvolleren Weise bei Bataille am Werke, da, wo er die innere Erfahrung weder in einer morlaischen Haltung, noch in der Wissenschaft, noch in einer ästhetischen resp. experimentellen Haltung aufindbar halt, sondern nur in sich selbst. Siehe Georges Bataille, Die innere Erfahrung (nebst Methode der Meditation und Postskriptum 1953), dt., München 1999, p17f.
  7. Nämlich (oder schon wieder?) Gregory Bateson, Ökologie des Geistes. Anthropologische, psychologische, biologische und epistemologische Perspektiven, dt., FFM 41992.
  8. Beispiele für solche Texte, so Herbert Neidhöfer, wären etwa Robert Walser oder Kafka: in quasi-simplen Erzählungen eröffnen sich Unauslotbarkeiten (wird versucht, diese Texte auszuloten, entstehen häufig Texte gegenteiliger Art: komplizierte Darstellungen des einfachen Eingeständnisses der Unauslotbarkeit).
  9. Die prominentesten gegenwärtigen Vertreter, die die Gattungs- und Fociunterschiede von Wissenschaft, Philosophie und Literatur einziehen und für eine andere Fassung der Unterscheidung plädieren, sind Derrida und Rorty. Habermas gehört zu den letzten großen Prominenten, die sich wehren.
  10. Dieser Satz impliziert - manche werden es ahnen - eine Distanznahme zu den Diskursen innerhalb der seit gut 15 Jahren aufblühenden Neuro- und Kognitionswissenschaften, speziell eine Distanz zur Annahme, das Gehirn sei die Zentrale des Wirklichkeitskontaktes. So etwa Gerhard Roth, der das Wahrnehmungsproblem nicht vom Standpunkt der Sinnesorgane, sondern vom Standpunkt des Gehirns sieht. Er stellt fest, "daß die Kapazität der sensorischen Eingänge, d.h. die Fähigkeit der Sinnesorgane, die Umwelt zu erfassen, sich nur sehr unwesentlich steigerte [im Vergleich zur Kapazität neuronaler Verarbeitung; B.T.]. So besitzt der optische Nerv, der ja den visuellen Eingang ins Gehirn darstellt, beim Frosch rund 500000 Fasern. Beim Menschen sind es etwa eine Million. Aber während das Froschgehirn nur wenige Millionen Gehirnzellen hat, besitzt das menschliche Gehirn ungefähr eine Billion Zellen. [..] Was sich in der Evolution zum menschlichen Gehirn hin in ungeheurem Maße steigerte und entwickelte, sind die sekundären und tertiären Verarbeitungsregionen, besonders all die Areale, die die sensorischen Erregungen der verschiedenen Modalitäten miteinander und mit früheren sensorischen, aber auch motorischen Zuständen vergleichen, also intern bewerten. [..] Unsere Wahrnehmung, die uns von unmittelbarer Sensorik bestimmt erscheint, besteht in Wirklichkeit zum größten Teil aus Gedächtnisprodukten [..]"; ders., Erkenntnis und Realität: Das reale Gehirn und seine Wirklichkeit, in: Siegfried J. Schmidt, Der Diskurs des radikalen Konstruktivismus, FFM 1987, p229-255, hier: p246f. Siehe auch: Heinz von Foerster, Sicht und Einsicht. Versuche zu einer operativen Erkenntnistheorie, dt., Braunschweig/Wiesbaden 1985, p29: Alle sensorischen Rezeptoren sind blind für die Qualität/Materialität ihrer Stimulierung. – Aber ist dieser Wahrnehmungsbegriff nicht zu stark eingeschränkt auf das sinnliche Erfassen von Dingen, Gegenständen etc. innerhalb des physikalischen Milieus? Wo ist hier die Wahrnehmung, die oft auch als Intuition oder als Einfühlung bezeichnet wird, und die komplexe Bedeutungszusammenhänge, die Sachverhalte, die Stimmungen erfasst? Andererseits: Muß man dann sagen, Wahrnehmung ist doch nur eine Bewußtseinsfunktion?
  11. Deswegen ist Metatheorie auch nicht mit Philosophie zu verwechseln, für deren klassische Ausführung Wittgenstein die Grenze steckte zwischen "Über-etwas-Sprechen" und Schweigen. - Ronald Steckel produzierte Mitte der 80er Jahre eine Radiokomposition mit dem Titel Eine Sprache ohne Unwahrheit und ohne Behauptung. Was dort zu hören ist, das müßte hier zu schreiben sein, wenn es denn ginge.
  12. Verf., Idiosynkrasien: Prohibitorien gegenüber oder Effekte der Dehumanisierung des zivilisatorischen Menschen?, in: Paragrana, Heft 2/1999, "Idiosynkrasien", p244-285.
  13. Verf., Einfache Lösungen. Beiträge zur beginnenden Unvorstellbarkeit von Problemen der Gesellschaft, in: Verf., Andreas Hofbauer, Renate Bauer (Hg.): ebenso, Marburg 2000, p9-21.
  14. Und weniger Hybrid-Maße, wie Bruno Latour meint.
  15. Vielleicht hilft hier der Hinweis Foucaults zu den Unterüberschriften der Kant’schen Anthropologie, die sich ums Innere und Äußere des Menschen drehen; Foucault sieht darin die Überzeugung, "daß der Mensch nicht über seine Möglichkeiten verfügt, ohne zugleich in ihre Manifestationen eingelassen zu sein." – hier könnte exzentrische Paradoxie das "zugleich" eliminiert haben (Michel Foucault, Einführung in die Anthropologie von Kant (1961), unveröffentlichte Übersetzung von Ute Frietsch, Manuskript, Berlin 2000, p47).
  16. Für Arnold Gehlen oder auch Wolfgang Kaempfer hat der Sieg des Gefüges und der Form gegenüber dem Gefügten und den Inhalten ein anderes Datum: Ende des 19. Jahrhunderts (Posthistoire und Verkehrszeit). Für Sohn-Rethel übrigens ist der Zeitraum um 1880 die historische Zäsur, ab der die Produktionsverhältnisse optional schon von den Produktivkräften hätten gemodelt werden können (Aktiengesellschaften). – Hier also wird der Hiatus ein Jahrhundert später angesetzt (wegen des Beginns der Gesellschaftssynthese durch die Computervergesellschaftung?; das muß sich erweisen).
  17. Wie "böse" allerdings ebensolche Sänger sein können, hat Slavoj Žižek noch vor kurzem psychoanalysiert (Ein Plädoyer für die Intoleranz, dt., Wien 1998; Liebe deinen Nächsten? Nein danke! Die Sackgasse des Sozialen in der Postmoderne, dt., Berlin 1999).
  18. Selbst ein durchreflektierter linker Schriftsteller wie Giacomo Marramao bleibt in seinem Projekt, der ‚blockierten’ Gesellschaft und dem gesellschaftlichen Antagonismus eine neue Form zu geben, einer Vorstellung verhaftet, die das Kapital irgendartlich vertraglich gebunden sieht an die Gesellschaft; es bleibt also bei sozialdemokratischer Theorie. Siehe derselbe, Macht und Säkularisierung. Die Kategorie der Zeit, dt., Hamburg 1989, p253ff.
  19. Verf., Über den Zustand soziologischer und sozialphilosophischer Theoriebildung nach der Einsicht in die Impotenz theoretischen Begreifens. Eine Talkshow, Marburg 1999, p116f.
  20. Guy Debord, Die Gesellschaft des Spektakels, a.a.O., p57.
  21. Siehe zu dieser Infrastrukturierung Albert Kloss, Von der Elektricität zur Elektrizität, Basel (u.a.) 1987; Beate Binder, Elektrifizierung als Vision, Tübingen 1999.
  22. Sogar Peter Sloterdijk meinte seine Elmauer Rede in dieses Motiv eintauchen zu müssen: Als philosophischer Aufschrei dafür, daß wenigstens gesellschaftsweit darüber geredet wird, was Anthropotechniken zukünftig alles anstellen werden.
  23. Siehe Helmut Berking, ????; Jens Hinkmann, Philosophische Argumente für und wider die Universalität der Menschenrechte, Marburg 1996.
  24. Verf., Die Gewalt in der Gewalt des Rechts, in: Lab (Jahrbuch 2000 für Künste und Apparate), Köln 2000, p67-74.
  25. Derselbe, Georg Nostradamus oder Professor Fülberths Vorhersage, in: konkret, 10/2000, p42-46, hier: p46.
  26. Regie: Mary Harron, USA 1999.
  27. Soziologisch formuliert: Der Unterschied zwischen perfekter Inklusion und imperfekter Exklusion nimmt ab, Ausgestoßensein durch Einschluß und Ausgestoßensein durch Ausschluß nähern sich an. Siehe Verf., Soziologische Marginalien 3, Marburg 2000, p91-94.
  28. Verf., "Soviel Zeit zu verlieren! Das war der Mühe wert!" (Danton). Besänftigung als Aussicht aufs Weiterschreiben nach der Erkenntnis, daß man die Zeit nicht ermorden kann, in: Paragrana, 1/1997, p104-128.
  29. Siehe zu diesen Douglas R. Hofstadter, Gödel, Escher, Bach. Ein Endloses Geflochtenes Band, dt., München 31993, p19-23.

Seitenanfang