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Einsatz
Daß George Spencer
Brown den oben zitierten Satz mit einer Art Selbstkompliment verbindet,
verwundert nicht vertraut er doch der und versteht Mathematik
als einen Weg, "immer weniger über immer mehr zu sagen. Ein
mathematischer Text ist somit nicht Selbstzweck, sondern ein Schlüssel
zu einer Welt jenseits des Umfangs gewöhnlicher Beschreibung"
(a.a.O., pXXXV).
Und ungewöhnliche Beschreibungen muß Spencer Brown auch anfertigen
(es sind denn auch eigentlich Anweisungen und Befehle, die er entwickelt),
ist er doch auf der Suche nach den Gesetzen der Formenbildung und
-relationierung, die für alle möglichen Universen dieselben sind.
Dabei, so Spencer Brown, geht nichts anderes vor sich denn dies:
"Wir erzeugen eine Existenz, indem wir die Elemente
einer dreifachen Identität auseinandernehmen. Die Existenz erlischt,
wenn wir sie wieder zusammenfügen. [..] wir können kein Ding produzieren,
ohne Koproduktion dessen, was es nicht ist, und jede Dualität impliziert
Triplizität: Was das Ding ist, was es nicht ist, und die Grenze
dazwischen" (a.a.O., pXVIII). Spencer Brown hat sich hier für
das Nichterlöschen (eines Nicht-Seins) entschieden und stellt durch
seine tiefe Versenkung der sich ergebenden konstruierten nichtgegebenen
Weltexistenz in die Form des bezeichnenden und unterscheidenden
Weltkontaktes auch klar, daß es anders gar nicht gehen kann: "Either
you can see an appearent universe by being selectively blind, or
you can see it all equally in which case it must disappear and so
must you. Since both in reality are equally possible, but not
more than possible (the laws of form are not more than
the laws of the possible), there is really nothing to choose between
them" (a.a.O., p196) [1].
Daß man also zwei Zustände definieren muß, um irgendetwas zu kennzeichnen,
und daß man drei Elemente erschaffen muß, um diese zwei Zustände
definieren zu können; und daß nichts davon existiert im Sinne einer
beobachterunabhängigen Realität: All das läßt die Spencer Brownsche
Konzeption wie eine epistemisch totalausgeweitete
Fassung des Konzepts "Bezeichnetes/ Bezeichnendes/ Zeichen"
erscheinen, eingepasst in den Motorteil eines Sinnbegriffs, der
das aktual Mögliche und Passierende immer innerhalb des potentiell
Möglichen und Passierenden fasst. Sollte es einmal anders sein,
so Spencer Brown, also so, daß eine Erfahrung im ersten gleichzeitig
schon auch beim zweiten, in zweien gleichzeitig schon auch beim
dritten, in dreien gleichzeitig schon beim vierten ist
usw., also im aktualen Passieren gleichzeitig auch schon im potentiellen
sich aufhält, oder so, daß die Verwendung eines Zeichens zur Bezeichnung
eines Bezeichneten uno actu diese Unterscheidungen aufhebt durch
die Verwendung selbst: Sollte es also einmal so oder (so) anders
sein, dann spreche man vom Tod. Aber von welchem?
Spencer Brown, um damit diesen Einsatz ab- und anzuschließen, versteht
also unter Todeserfahrung, beide Seiten jeder Unterscheidung gleich(zeitig)
zu sehen. "Dies ist definitionsgemäß absolutes Wissen oder
Allwissenheit, mathematisch unmöglich, außer gleichgesetzt mit keinerlei
Wissen überhaupt" (a.a.O., p191). Diese Erfahrung
setze dann ein, wenn die Beschränktheit unserer Sinne, wenn unser
Einschluß in die Körperlichkeit zuletzt ganz verloren gehe (ebenda).
Doch gerade die Körperlichkeit ist es, die Verbindung hält zum Wunsch
nach Unsterblichkeit. Denn: "Indem wir unsere physischen Körper
schützen, schützen wir in identischer Weise das Universum, welches
jeder von ihnen erschafft. Unser Wunsch nach Unsterblichkeit ist
ein Wunsch, daß sich dieses Universum niemals verändern möge [..]"
(ebenda). [2] Spencer Brown wünscht sich keine Unsterblichkeit,
entfaltet diesen Wunsch jedoch nicht von der Körperseite her, sondern
von der des Wissens ("selective blindness"). Der Wunsch
nach totalem Wissen im oben beschriebenen Sinne entspringe zwar
dem Wunsch nach körperlicher Unversehrtheit/ Unveränderlichkeit;
doch wenn man vom Wissen her entdecken kann, daß das "Wissen
über nichts, welches eines ist, das das Wissen über die Form entdeckt"
(ebenda), das Potential ist für alle weitere Existenz, dann
kann man zumindest wissen, daß es nicht wünschenswert, nicht möglich,
daß es unmöglich ist, der Unsterblichkeit näher zu kommen
es sei denn, man hat Einlaß gefunden ins Jetzt: denn jetzt ist immer,
auf immer und ewig.
Dieser kurz skizzierte Einsichtsrahmen steht nun nicht einer mathematischen
Verkörperung allein zur Verfügung. Mit ihm lassen sich viele theoretische
Rekonstruktionen des Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr
nichts?Satzes ausmachen. Eine der zur Zeit instruktivsten
dürfte von Vilém Flusser stammen; sie ist projektiv, und das heißt:
auf Information als Verkörperungsmedium hin orientiert. [3] Eine
andere, Flussers Konzept aufnehmende und strukturierende theoretische
Fassung, die von Dietmar Kamper, ist eher retrospektiv, und das
heißt: auf Information als Entkörperungsform hin orientiert. Sie
setzt sich zum Ziel, den Preis, das Leid, die Zerstörungen aufzuweisen,
die sich durch operationalisierte Unsterblichkeitsapproximation
ergeben haben. [4]
Nach meinem Dafürhalten wäre es hilfreich, die hier angedeutete
Opposition zweier theoretischer Weltanschauungen nicht
zu verlängern, um exzentrischer Paradoxie auf die Spur zu kommen.
Es ist freilich nicht zu leugnen, daß die wissenschaftshistorisch
erfolgreichen Spaltungen hier logikorientierte, dort leidorientierte
Wissenschaft; hier an theoretical problems orientierte, dort an
social problems orientierte Wissenschaft; hier an Abstraktion orientierte,
dort an Diakonie orientierte Wissenschaft weiterhin ihr Genügen
finden in einer Welt, die trotz aller Rhetorik immer noch maßgebend
Opfer und Täter produziert. Und freilich ist nicht zu übersehen,
daß tiefer in die europäische Denkgeschichte gehend
das, was Moderne heißt, fundamental aufruht auf einer Trennung von
Kultur und Natur, einer Trennung von Geschichtlichkeit und Geschichtslosigkeit,
von Subjekt und Objekt. [5] Wie also könnte die Spaltung gespalten,
ausgefällt werden, nachdem historische Kritik (Marxismus), kritische
Theorie und Feminismus auf der negativen Seite (Subjekt) sowie systemischer
Idealismus (Luhmannismus), Empirismus (Pragmatismus) und Naturalismus
(Metabiologie) auf der positiven Seite (Objekt) weder für Entdinglichung
noch für Verdinglichung klare Unterschiede mehr setzen können? [6]
Fürs erste vielleicht und weit vor dem zu erörternden Begriff exzentrische
Paradoxie mit einer anderen Unterscheidung, die sich noch ums Werkzeug
kümmert; und, fürs zweite erste, mit einem Lesehinweis [7].
Theoretisieren
unter Verdacht
Eine mögliche
Unterteilung von Texten in solche, die kompliziert sind, sich dennoch
einfach zur Darstellung bringen [8], die also ihre Mühe, ihre Unvernunft,
ihre Zufälligkeit und ihre Selbstzweifel quasi im professionellen
Handhaben verklappen, und in solche Texte, die einer Offenlegung
der sie antreibenden Theorie folgen, kann plausibel von einer weiteren
Unterscheidung konkurrenziert werden, nämlich der von Texten, die
entweder sich oder die über etwas sich aussagen. Gemeinhin
angebracht ist diese Unterscheidung auf der Ebene von Textgattungen,
etwa der Philosophie und der Literatur. Literarische Texte haben
meistens auch ein "Etwas", doch sind sie literarische
Texte deswegen, weil sie sich aussagen: Der Focus Wahrheit
ist hier fehl am Platze, er wird durch Wahrhaftigkeit (Stilsicherheit,
Unterhaltungswert, Schönheit der Zerrissenheit usw.) des Textes
ersetzt. Anders bei philosophischen resp. wissenschaftlichen Texten:
Sie gelten, wollen sie als solche Texte gelten, als einfache Transmissionsbänder,
einzig da, um der Approximation des Textredens an das in Rede stehende
Etwas die Eine-Richtung-Bewegung zu gewährleisten, die Richtung
zur Wahrheit hin. [9]
Man kann davon ausgehen, daß sich die "Gattungsunterscheidung"
auch innerhalb wissenschaftlicher Texte wiederholt, leicht variiert
zwar, doch in der Geltungsdimension unverändert. Die hierfür gewöhnlich
angewandte Unterscheidung ist die zwischen theoretischen und metatheoretischen
Texten. Theoretische Texte bekommen, betrachtet aus metatheoretischer
Perspektive, den Status von Texten, die sich aussagen (wie immer
auch diese Sichtweise gekoppelt ist an wissenschaftstheoretische
Kriterien), ob sie das wollen oder nicht, während metatheoretische
Texte und das ist das Entscheidende nicht die Geltungsdimension
Wahrheit aufrechterhalten (exponiert an dem "Etwas" namens
Theorie), sondern selbst zu etwas zutiefst Literarischem werden,
zu einer eigentlichen Form der Poesie, einer wegen mir
kalten Poesie, die sich nicht mehr interpretativ erkenntnistheoretisch
daran messen lassen kann, was sie über Theorien und theoretische
Texte aussagt, sondern nur noch daran, wie sie im Gefängnis des
"Meta" sich selbst ausspricht bzw. sich vorm Ersticken
bewahrt. Metatheorie versucht nicht mehr, die Mitteilung durch die
Theorie zu informieren; und auch nicht mehr, die Information durch
die Theorie mitzuteilen. Sie versucht das Paradox, in gegenwartsbefreiten
Zeichen gegenwartsbefreite Zeichen so zu vergegenwärtigen, daß sich
die Unmöglichkeit von Gegenwart vergegenwärtigt. Metatheoretische
Texte benutzen Wissenschaftlichkeit so, wie poetische Texte die
Alltagsschriftsprache benutzen: Es geht beiden Textsorten nicht
mehr darum, etwas darzustellen oder auszudrücken, sondern tatsächlich
darum, die Unmöglichkeit und Inadäquanz des Darstellens und Ausdrückens
selbst zu Gestalt zu bringen; beide sind in hohen Graden strikt
selbstbezüglich, aber selbstbezüglich aus Verlegenheit, nicht aus
einer "Drift" der soziokommunikativen Evolution heraus.
Die Verlegenheit besteht darin, daß sich beide Sorten strukturell
mit Überdosen an Heterogenität/ Abstraktion/ Komplexität von Welt
versorgen und trotzdem nicht auf das Wahrnehmen ausweichen, das
ja im Ensemble Empfinden/ Wahrnehmen/ Denken die größten Aufnahmekapazitäten
für die Relationen von Weltwirklichkeit sein eigen nennt [10]. Die
Verlegenheit ist also, an einem Punkt angekommen zu sein, an dem
man schweigen müßte, es aber nicht kann, an dem man sprechen wollte,
es aber auch nicht mehr kann, und nun auf die Suche geht nach einem
Nichtschweigen, das kein Sprechen, und nach einem Nichtsprechen,
das kein Schweigen ist. [11]
Die 'gesellschaftspolitische'
Korrespondenz
Daß Theoretisieren,
zumindest ein bestimmtes Theoretisieren, unter Verdacht steht; daß
Verlegenheiten der Analyse auftauchen, die für manche Sachverhalte
die Auflösung derselben als adäquates Ergebnis des Produkts der
Analyse ausweisen [12]: das kommt nicht von ungefähr. Man mag das
Verhältnis von Denken und Sein als Verhältnis zwischen Warenform
und Denkform (Alfred Sohn-Rethel), als Verhältnis zwischen Basis
und Überbau oder als Verhältnis zwischen Gesellschaftsstruktur und
Semantik zu fassen suchen: Immer wird die genuin "ideengeschichtliche"
Erklärung der Genese von Veränderungen innerhalb gesellschaftlich
organisierter Zeichenproduktion gesperrt. Womit korrespondiert
also gesellschaftspolitisch die hier gestellte Behauptung,
mit dem Begriff exzentrische Paradoxie Wirklichkeit einzuholen,
die sonst nicht mehr eingeholt, vermutlich gar nicht mehr vorgestellt
werden könnte [13]?
Tanzen auf dem Vulkan: Wie lässt sich Gesellschaft noch soziologisch
denken und in Begriff bringen? Es ist eigenartig zu
erleben, wie forciert Welt in den Dimensionen des Erwartens, des
Handelns und Verhaltens sowie in der Dimension des Sich-auf-sie-Beziehens
doppelseitig wird, um nicht zu sagen "Hydra"-Maße angenommen
hat. [14] Nicht nur in der Attribution Ambivalenz entstehen Mehrfachmöglichkeiten:
auch das, was noch eindeutig ist, wird auf eine meist unerhörte
Art und Weise mehrdeutig eindeutig. Selbst der Ordnungsdienst Systemtheorie
in der Luhmann-Edition, dem es zu verdanken ist, noch parzellierte
Perzeption betreiben zu können, erscheint heute als melancholisches
Unternehmen. Daß sich nämlich die Beziehungsmodi namens Selbstreferentialität,
Leistung und Funktion klar auf die Beziehung eines Systems zu sich
selbst, eines Systems zu einem anderen System, und eines Systems
zur Gesellschaft abbilden oder zumindest hegemonial lokalisieren
lassen, scheint dem dahinter befindlichen Eindruck geschuldet, ernstlich
nicht mehr sagen zu können, was nicht mit im Spiel ist, wenn sich
etwas als Ereignis oder als Struktur ereignet. Eigenartigerweise
stellt sich aber ein "Alles geht" ebenfalls nicht ein.
Es ist so, als verharren die möglichen Wirklichkeiten in
den wirklichen Möglichkeiten blockiert, gehemmt, verlangsamt; und
zwar wiederum in einer Realitätsdimension, die noch in der
Mache und also beim besten Willen, Wissen und Geist nicht verstanden
ist. [15] Und dennoch handelt es sich nicht um einen Benjaminschen
Stillstand der Gesellschaftsgeschichte. Vielmehr tritt die Hyperplastizitätsform
Gesellschaft ein in ein Stadium des Baukastenprinzips, vergleichbar
den chemischen Elementen, die in Periodentafeln nur darauf warten,
redosiert zu werden. Nimmt man den kleinen Zeitabschnitt 1970 bis
2000, um solcherart Krasismanie (Umbau) zu identifizieren,
kommt man wie selbstverständlich auf die kulturelle, theoretische
und massenmediale Dimension der Postmoderne [16]. Sich demokratisch
verstanden wissen wollende kapitalistische Gesellschaften sehen
in dieser Krasis, also Mischung, neben der Rechtsstaatlichkeit den
wesentlichen kulturellen Flankenschutz gegen Unfreiheit, Rassismus
und Gleichheit (Gleichheit nannte man Sozialismus). Nach der nationalsozialistischen
Vernichtungsorgie, die einen zivilisatorisch-barbarischen Neustart
durch totale Vernichtung und Entmischung durchzusetzen schien, kam
der in den Kommunikationsverhältnissen mischungsfreudige Kapitalismus
gerade recht, um indirekt ex post den Nationalsozialismus als nicht
aus bestimmten kapitalistischen Strukturereignissen und notwendigkeiten
heraus zu verstehenden Unfall zu (be)deuten. Allerdings sind bis
heute zum Glück noch einige Stimmen wach geblieben, die den Nationalsozialismus
als Sonderfall, nicht als Un- oder Ausfall des Kapitalismus sehen.
Heute also gilt mehr denn je ideologisch der modifizierte
Spruch: Wo gemischt wird, da laß Dich nieder; böse Menschen
singen keine Lieder (auf den Multikulturalismus). [17] Man
mixt semantisch, biographisch, politisch und unterhaltend, was das
Zeug hält eben weil klar ist, daß die basalen Codes dieser
Gesellschaft rigide durch Ausschluß und nicht durch Mischung (Interpenetration)
funktionieren [18] und das wird tatsächlich gewußt, also
auch kulturell eingeholt, wenngleich hier nur von einer zynischen
Aufklärung gesprochen werden sollte. Denn es sind die Jäger, die
sagen: Besser ein Gejagter als ein Jäger (protestantische
Massakergesellschaften).
Allerdings:
Das Material
der Projektionen ist erschöpft. Nicht, weil nichts mehr da ist,
das projektiert werden könnte, sondern weil keine Visionen mehr
greifbar sind, die Projektionen aus ihrer traditionellen Verortung
in zweidimensionalen Oberflächen herausreißen können. Diese beinahe
totale Kappung der Korrespondenz von Projektion und Projekt im
Erzählmodus vernünftiger Moderne führt mittlerweile auf seiten
der Projektion zu grotesken Szenen: Bilder fallen übereinander
her oder sich in die Arme, Körper fangen an zu stammeln; das Versatzstück
mutiert zum Beweisstück letztmöglicher Originalität; das Kunstwerk
ist die technische Reproduktion, ist seine Aufnahme ins
Reproduktionsgefüge kulturindustrieller Fabriken; Genres und Gattungen,
Codes und Regeln menschlicher Kultur- und Kunstausdrucksformen
haben aufgehört, sich infragezustellen, aufgehört, sich in Fragen
zu verwickeln, aufgehört, in Fragen zu sein, um die Regeln dessen
zu erstellen, was gemacht worden sein wird. Sie haben aufgehört,
das Nichtdarstellbare darzustellen, aufgehört zu entwirklichen,
zu ent-, re- und zu dimensionieren, sie produzieren keine Differenz
mehr, keine Möglichkeiten, keine Inhumanitäten; sie tauchen Worte
in Metaphernlaugen, Bilder in Systemtheoriesäure; sie brechen
zu Expeditionen auf, um im Urwald Sprache rezente Anthropologismen
zu erkunden, mit deren Hilfe dann sprachkritisch rekonstruiert
werden soll, wie man überhaupt einen Pfad durchs Sprachdickicht
habe schlagen können.
Man vertauscht Roman und Comic, Architektur und Lebensstil, Wissenschaft
und Mythologie, Logik und Kausalität, man vertauscht, ohne Austausch
zu wollen, adaptiert, ohne anpassen zu müssen, erfindet, ohne
etwas gefunden zu haben...kurz: Man hat das, was nicht ausgesprochen
werden kann, was nicht projiziert werden kann, aus den Augen verloren,
und damit gerade das, was unser Sprechen und Vorstellen ermöglicht:
Denn das Unsagbare ist und bleibt nur nichtsagbar, solange sprachliche
Versuche unternommen werden, es sagbar zu machen. Hört man auf,
dies zu versuchen, versiegt Unsagbares in einem Wüstenmeer des
Sagbaren, und das Sagbare in einem Universum des schon Gesagten;
Gesagtes aber ist nicht mehr sagbar, es ist nur noch, und zwar
beliebig re- oder dekonstruierbar.
Das Denken verliert eine seiner wichtigsten Quellen, es wird untätig
und läßt zum Zeitvertreib seinen Verstand spielen, spielen mit
all den sprachlichen und audiovisuellen Kreaturen und Texten,
die er immer radikaler konserviert: Denn auf lange Sicht tut sich
nirgends eine neue Quelle auf. Und so schlagen wir uns mit konservierten
Projektionen herum, in der Kultur, der Literatur, im Film, der
Malerei, den Geisteswissenschaften, sogar im Alltag und erst recht
in der Politik; mixen Traditionen, Geschichte und Bedeutungen,
naturalisieren attraktive Artefakte sozialtechnischen Seins zu
Bausteinen einer neuen posthumanen Anthropologie, bei der noch
unentschieden ist, ob die Anthropomorphisierung auf Dinge ausgeweitet
werden soll oder nicht. [19]
Es ist
zu befürchten, daß beim "Mixen, was das Zeug hält" nicht
sehr viel Zeug hält.
Es sind Veränderungen in der Komposition, im Arrangement, in der
Syndosis gesellschaftlicher Ingredienzien des Verkehrs, der Verhältnisse
der Re- und Produktion, der Beobachtung und der Gemüter im Gange,
also Veränderungen, die beides zugleich sind: absolut einfach zu
verstehen als auch absolut nicht zu verstehen.
Einfach zu verstehen sind die Entkopplungszüge, die Staat, Gesellschaft
und Individuum in den bisher dominanten Attributionsebenen zu trennen
beginnen; sie lassen sich mit nicht viel Mühe als Effekte der reellen
Subsumption unters Kapital verstehen. Allerdings nicht mehr so,
wie es in der neomarxistischen Theorietradition passierte, die noch
aus den Funken, die die Soziokultur und die Psyche haben schlagen
können im Akt der Kapitalkompatibilisierung, einen bestimmten kritischen
Impetus bewahrten. Stellvertretend für diese Art Kritik kann auch
hier wieder Guy Debords Blick auf den Kapitalismus herangezogen
werden, der von einer dritten Position aus einer weltumspannenden
Schize beiwohnt: "Die durch das Spektakel ausposaunte irreale
Einheit ist die Maske der Klassenteilung, auf der die reale Einheit
der kapitalistischen Produktionsweise beruht. Was die Produzenten
verpflichtet, an dem Erbauen der Welt teilzunehmen, ist auch das,
was sie davon ausschließt. Was die von ihren lokalen Schranken befreiten
Menschen in Beziehung zueinander setzt, ist gleichzeitig das, was
sie voneinander trennt. Was zur Vertiefung des Rationellen verpflichtet,
ist gleichzeitig das, was das Irrationelle der hierarchischen Ausbeutung
und der Repression nährt. Was die abstrakte Macht der Gesellschaft
erzeugt, erzeugt auch ihre konkrete Unfreiheit." [20]
Nicht zu verstehen hingegen ist die neu auftauchende Polarität (oder
doch noch Dialektik?) von einerseits gesellschaftsstrukturell härter
werdenden Bedingungen der Existenzkonstituierung, -sicherung und
-wahrung, und andererseits eines immer größer werdenden gesellschaftspraktischen
Horizontes, der für die, die inkludiert sind, auf nie gekannte Weise
eine richtiggehend asoziale Existenzform erlaubt (d.i. die Ausdifferenzierung
der bürgerlichen Erfindung namens soziale Anonymität).
Einfach zu verstehen sind die machtpolitischen Wechsel in der Zuständigkeit,
die Gesellschaft mit der fortgeschrittenen Produktivkraft elektronisch
zu infrastrukturieren (als Zäsur und zugleich Fortsetzung der Elektrifizierung
der Gesellschaft [21]), sowie die Wechsel in der Ausrichtung der
sozioökonomischen Kernbereiche weg von der räumlichen Auto-Mobilität
hin zur räumlichen Immobilität (Television, Telematik, Internet).
Schwer bis gar nicht zu verstehen scheint hingegen das massenhafte
Beibehalten gesellschaftsöffentlicher und gesellschaftspolitischer
Rhetoriken, die immer noch so tun, als gäbe es eine Agora, auf der
das Gesellschaftswesentliche nach demokratischen Prozeduren und
mit rationaler Motivation verhandelt wird. [22]
Einfach zu verstehen sind die gegenstrebigen Entwicklungen von einerseits
zunehmender Ethnifizierung, Kulturisierung und Ghettoisierung der
bis dato dem de jure-Individuum-Staatsbürger subordinierten sozialen
Adressabilität und andererseits zunehmender Suprematie der Menschenrechte
gegenüber nationalstaatlich gesetztem Recht. [23] Schwer zu verstehen
(für mich zumindest) sind dagegen beginnende Naturalisierungen der
Gewalt des Setzens von Recht, die eine eigenartige Umstülpung des
zutiefst konstruktiven Charakters der Mundanität von Welt zu bewerkstelligen
scheinen. [24] Das schwer zu Fassende ist nun, daß, sollte
es auch so sein, wie Robert Kurz meint, daß nämlich der Kapitalismus
kannibalisch geworden ist und am eigenen Fleisch zu fressen beginnt
(d.i. die Wertverwertungsbedingungen), oder so sein, wie Peter Hacks
meint, daß nämlich die imperialistische Gesellschaftsform sich in
ihren Widersprüchen erdrosselt habe [25], dies sowenig zu zeitigen
vermag wie das Geständnis von Patrick Bateman in der Filmversion
[26] von Bret Easton Ellis 1993 veröffentlichtem Roman "American
Psycho", er habe 20 oder 40 Menschen brutal ermordet: Es macht
keinen Unterschied (sein Anwalt hält das Bekenntnis für einen Scherz).
Das Vermögen, zwischen Barbarei und Normalität, zwischen Leben und
Tod zu unterscheiden, ist dahin. [27]
Das ist nicht so leicht dahingesagt, wie es vielleicht erscheint.
Denn es meint sowohl den Verlust dieses Vermögens in der psychischen
als auch in der sozialen Dimension [28] Verlust gemessen
an bestimmten, auch foucaultianisch betrachtet nicht hintergehbaren
Ansprüchen einer Aufklärung, nicht gemessen an einen irgendartlich
vormodernen Zustand menschlicher Gesellung. Vielleicht kann man
in solch einer Situation tatsächlich nur noch zeigen, aufführen,
erwähnen, darstellen, tanzen, musizieren, meditieren, töten, resignieren,
Geschäfte machen oder lachen aber nicht mehr verstehen (wollen).
Vielleicht braucht man in der Tat "ver-rückte Ohren" (Dietmar
Kamper), will man nicht auch noch den unsichtbaren Wänden aufsitzen.
Hier wird, dessen eingedenk, doch noch versucht, mit Begrifflichkeit
zu begreifen/ gestikulieren; freilich mit einer, die nicht einmal
mehr der negativen Theorie zu trauen imstande ist. (Und vielleicht
ist jetzt schon erahnbar, daß mit solcherart Beschreibungen gesellschaftlicher
Wirklichkeit der Begriff exzentrische Paradoxie nicht mehr viel
zu tun hat mit dem Begriff Paradoxie, wie er im Epimenides-Paradox,
in Russells Paradoxie oder in Grellings/ Nelsons Paradoxie sich
entfaltet.) [29]
[...]
Endnoten
- Nach diesen
letzten Sätzen des Buches folgen von Seite 198 bis Seite 200 drei
leere Seiten mit der Kopfzeile: Anmerkungen des Lesers.
Gewiß ist das Folgende nicht einmal ein Versuch der Anmerkung
zum Buch von Spencer Brown; dazu bin ich mathematisch zu unbegabt.
Spencer Brown ist hier nur als eine theoretische Spitze, die in
vielem nicht unterschritten werden sollte, angebracht worden,
nicht als Rahmengeber einer sachähnlichen Ausführung.
- Dieser Wunsch,
daß sich das Universum nicht verändere, könnte auch als etwas
anderes denn als Unsterblichkeitsbegehren aufgefasst werden: siehe
hierzu den Begriff conatus als Begehren, in seinem Sein zu beharren
(Giorgio Agamben, Bartleby oder die..., a.a.O., p119f.).
- Derselbe,
Vom Subjekt zum Projekt. Menschwerdung, FFM 1998, z.B.
p18, p26: "In der Richtung zu immer höherer Abstraktion,
die wir bisher eingeschlagen haben, geht es nicht weiter."
- Derselbe,
Ästhetik der Abwesenheit. Die Entfernung der Körper, München
1999, z.B. p10: "Wir sind nämlich buchstäblich bei nichts
angekommen, in der Nulldimension des numerischen Denkens. Das
war ein weiter Weg. Wir müssen diesen Rückweg zurückgehen: bis
in die Körperwelt, in der wir Körper von Körpern sein können."
- Siehe mit
dem Gewicht auf die Reinigung (Entmischung) von Dingen
und Menschen als Ausweis der Moderne (und der damit einhergehenden
Hybridproduktion und also der These, doch noch nicht den modernen
Zustand erreicht zu haben) Bruno Latour, Wir sind nie modern
gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie, dt., Berlin
1995, z.B. p97.
- Dieses Abknicken
von Möglichkeiten, weiterhin zu denken, ist in einer weit anspruchsvolleren
Weise bei Bataille am Werke, da, wo er die innere Erfahrung weder
in einer morlaischen Haltung, noch in der Wissenschaft, noch in
einer ästhetischen resp. experimentellen Haltung aufindbar halt,
sondern nur in sich selbst. Siehe Georges Bataille, Die innere
Erfahrung (nebst Methode der Meditation und Postskriptum 1953),
dt., München 1999, p17f.
- Nämlich (oder
schon wieder?) Gregory Bateson, Ökologie des Geistes. Anthropologische,
psychologische, biologische und epistemologische Perspektiven,
dt., FFM 41992.
- Beispiele
für solche Texte, so Herbert Neidhöfer, wären etwa Robert Walser
oder Kafka: in quasi-simplen Erzählungen eröffnen sich Unauslotbarkeiten
(wird versucht, diese Texte auszuloten, entstehen häufig Texte
gegenteiliger Art: komplizierte Darstellungen des einfachen Eingeständnisses
der Unauslotbarkeit).
- Die prominentesten
gegenwärtigen Vertreter, die die Gattungs- und Fociunterschiede
von Wissenschaft, Philosophie und Literatur einziehen und für
eine andere Fassung der Unterscheidung plädieren, sind Derrida
und Rorty. Habermas gehört zu den letzten großen Prominenten,
die sich wehren.
- Dieser Satz
impliziert - manche werden es ahnen - eine Distanznahme zu den
Diskursen innerhalb der seit gut 15 Jahren aufblühenden Neuro-
und Kognitionswissenschaften, speziell eine Distanz zur Annahme,
das Gehirn sei die Zentrale des Wirklichkeitskontaktes. So etwa
Gerhard Roth, der das Wahrnehmungsproblem nicht vom Standpunkt
der Sinnesorgane, sondern vom Standpunkt des Gehirns sieht. Er
stellt fest, "daß die Kapazität der sensorischen Eingänge,
d.h. die Fähigkeit der Sinnesorgane, die Umwelt zu erfassen, sich
nur sehr unwesentlich steigerte [im Vergleich zur Kapazität neuronaler
Verarbeitung; B.T.]. So besitzt der optische Nerv, der ja den
visuellen Eingang ins Gehirn darstellt, beim Frosch rund 500000
Fasern. Beim Menschen sind es etwa eine Million. Aber während
das Froschgehirn nur wenige Millionen Gehirnzellen hat, besitzt
das menschliche Gehirn ungefähr eine Billion Zellen. [..] Was
sich in der Evolution zum menschlichen Gehirn hin in ungeheurem
Maße steigerte und entwickelte, sind die sekundären und tertiären
Verarbeitungsregionen, besonders all die Areale, die die sensorischen
Erregungen der verschiedenen Modalitäten miteinander und mit früheren
sensorischen, aber auch motorischen Zuständen vergleichen, also
intern bewerten. [..] Unsere Wahrnehmung, die uns von unmittelbarer
Sensorik bestimmt erscheint, besteht in Wirklichkeit zum größten
Teil aus Gedächtnisprodukten [..]"; ders., Erkenntnis
und Realität: Das reale Gehirn und seine Wirklichkeit, in:
Siegfried J. Schmidt, Der Diskurs des radikalen Konstruktivismus,
FFM 1987, p229-255, hier: p246f. Siehe auch: Heinz von Foerster,
Sicht und Einsicht. Versuche zu einer operativen Erkenntnistheorie,
dt., Braunschweig/Wiesbaden 1985, p29: Alle sensorischen Rezeptoren
sind blind für die Qualität/Materialität ihrer Stimulierung.
Aber ist dieser Wahrnehmungsbegriff nicht zu stark eingeschränkt
auf das sinnliche Erfassen von Dingen, Gegenständen etc. innerhalb
des physikalischen Milieus? Wo ist hier die Wahrnehmung, die oft
auch als Intuition oder als Einfühlung bezeichnet wird, und die
komplexe Bedeutungszusammenhänge, die Sachverhalte, die Stimmungen
erfasst? Andererseits: Muß man dann sagen, Wahrnehmung ist doch
nur eine Bewußtseinsfunktion?
- Deswegen
ist Metatheorie auch nicht mit Philosophie zu verwechseln, für
deren klassische Ausführung Wittgenstein die Grenze steckte zwischen
"Über-etwas-Sprechen" und Schweigen. - Ronald Steckel
produzierte Mitte der 80er Jahre eine Radiokomposition mit dem
Titel Eine Sprache ohne Unwahrheit und ohne Behauptung.
Was dort zu hören ist, das müßte hier zu schreiben sein, wenn
es denn ginge.
- Verf., Idiosynkrasien:
Prohibitorien gegenüber oder Effekte der Dehumanisierung des zivilisatorischen
Menschen?, in: Paragrana, Heft 2/1999, "Idiosynkrasien",
p244-285.
- Verf., Einfache
Lösungen. Beiträge zur beginnenden Unvorstellbarkeit von Problemen
der Gesellschaft, in: Verf., Andreas Hofbauer, Renate Bauer
(Hg.): ebenso, Marburg 2000, p9-21.
- Und weniger
Hybrid-Maße, wie Bruno Latour meint.
- Vielleicht
hilft hier der Hinweis Foucaults zu den Unterüberschriften der
Kantschen Anthropologie, die sich ums Innere und Äußere
des Menschen drehen; Foucault sieht darin die Überzeugung, "daß
der Mensch nicht über seine Möglichkeiten verfügt, ohne zugleich
in ihre Manifestationen eingelassen zu sein." hier
könnte exzentrische Paradoxie das "zugleich" eliminiert
haben (Michel Foucault, Einführung in die Anthropologie von
Kant (1961), unveröffentlichte Übersetzung von Ute Frietsch,
Manuskript, Berlin 2000, p47).
- Für Arnold
Gehlen oder auch Wolfgang Kaempfer hat der Sieg des Gefüges und
der Form gegenüber dem Gefügten und den Inhalten ein anderes Datum:
Ende des 19. Jahrhunderts (Posthistoire und Verkehrszeit). Für
Sohn-Rethel übrigens ist der Zeitraum um 1880 die historische
Zäsur, ab der die Produktionsverhältnisse optional schon von den
Produktivkräften hätten gemodelt werden können (Aktiengesellschaften).
Hier also wird der Hiatus ein Jahrhundert später angesetzt
(wegen des Beginns der Gesellschaftssynthese durch die Computervergesellschaftung?;
das muß sich erweisen).
- Wie "böse"
allerdings ebensolche Sänger sein können, hat Slavoj iek
noch vor kurzem psychoanalysiert (Ein Plädoyer für die Intoleranz,
dt., Wien 1998; Liebe deinen Nächsten? Nein danke! Die Sackgasse
des Sozialen in der Postmoderne, dt., Berlin 1999).
- Selbst ein
durchreflektierter linker Schriftsteller wie Giacomo Marramao
bleibt in seinem Projekt, der blockierten Gesellschaft
und dem gesellschaftlichen Antagonismus eine neue Form zu geben,
einer Vorstellung verhaftet, die das Kapital irgendartlich vertraglich
gebunden sieht an die Gesellschaft; es bleibt also bei sozialdemokratischer
Theorie. Siehe derselbe, Macht und Säkularisierung. Die Kategorie
der Zeit, dt., Hamburg 1989, p253ff.
- Verf., Über
den Zustand soziologischer und sozialphilosophischer Theoriebildung
nach der Einsicht in die Impotenz theoretischen Begreifens. Eine
Talkshow, Marburg 1999, p116f.
- Guy Debord,
Die Gesellschaft des Spektakels, a.a.O., p57.
- Siehe zu
dieser Infrastrukturierung Albert Kloss, Von der Elektricität
zur Elektrizität, Basel (u.a.) 1987; Beate Binder, Elektrifizierung
als Vision, Tübingen 1999.
- Sogar Peter
Sloterdijk meinte seine Elmauer Rede in dieses Motiv eintauchen
zu müssen: Als philosophischer Aufschrei dafür, daß wenigstens
gesellschaftsweit darüber geredet wird, was Anthropotechniken
zukünftig alles anstellen werden.
- Siehe Helmut
Berking, ????; Jens Hinkmann, Philosophische Argumente für
und wider die Universalität der Menschenrechte, Marburg 1996.
- Verf., Die
Gewalt in der Gewalt des Rechts, in: Lab (Jahrbuch 2000 für
Künste und Apparate), Köln 2000, p67-74.
- Derselbe,
Georg Nostradamus oder Professor Fülberths Vorhersage,
in: konkret, 10/2000, p42-46, hier: p46.
- Regie: Mary
Harron, USA 1999.
- Soziologisch
formuliert: Der Unterschied zwischen perfekter Inklusion und imperfekter
Exklusion nimmt ab, Ausgestoßensein durch Einschluß und Ausgestoßensein
durch Ausschluß nähern sich an. Siehe Verf., Soziologische
Marginalien 3, Marburg 2000, p91-94.
- Verf., "Soviel
Zeit zu verlieren! Das war der Mühe wert!" (Danton). Besänftigung
als Aussicht aufs Weiterschreiben nach der Erkenntnis, daß man
die Zeit nicht ermorden kann, in: Paragrana, 1/1997, p104-128.
- Siehe zu
diesen Douglas R. Hofstadter, Gödel, Escher, Bach. Ein Endloses
Geflochtenes Band, dt., München 31993, p19-23.
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